Aktuelles

Jeden Mittwoch ab 19:00 Jugendtraining, ab 20:00 Training für Erwachsene!
Jeden Freitag ab 19:00 Kranzlschießen im Schützenhaus.
Rundenwettkämpfe siehe "Termine".

Dienstag, 9. Juli 2019

Bogenschießen: Der etwas andere Schnupperkurs


Dass sich Pfeil und Bogen bestens zur Selbstwahrnehmung und zur Unterstützung der Selbstwirksamkeit eignet,  durfte eine Betreuerin des Sonderpädagogischen Förderzentrums aus Poing bei sich selbst ausprobieren.  Bei ihre Ausbildung zum Thema Achtsamkeit, lernte sie nämlich Bogenschießen nicht nur unter seinem sportlichen, sondern auch unter dem pädagogisch/therapeutischen Aspekt kennen. Sie wollte den Kindern dieses Erlebnis auch ermöglichen. Selbstwirksam zu sein, ein Ziel anzupeilen, sich mächtig durch den Bogen zu fühlen, etc. sind Erfahrungswerte, die bei der Entwicklung von Selbstbewusstsein und Entwicklung von Identität hilfreich sind. Deshalb stellte sie bei der Planung der Gestaltung eines Ferientages an den Schliersee, Bogenschießen als Beitrag zur Auswahl. Sie landete damit einen Volltreffer. 

Wie der Pfeil zum Bogen gehören, gehört zum Treffen auch das Zielen. Egal, ob ins Gold der Zielscheibe oder auf Luftballons geschossen wird, Geduld und Disziplin ist erst einmal gefragt. Und darin waren die Schülerinnen und Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums aus Poing richtig gut. Obwohl sie sich den heißesten Tag ausgesucht haben, vorher schon einen gewaltigen Fußmarsch hinter sich hatten, sind die acht Mädels und neun Jungs der vierten bis neunten Klasse der Offenen Ganztagsschule, voller Schwung und Elan am Sportplatz in Lehenpoint eingetroffen. Sie wurden schon von Susanne, Brigitte und Torsten erwartet, die bereits drei Scheiben, Pfeile, Bögen und Schutzkleidung für sie zusammen gestellt haben. 

Nach ein paar Lockerungsübungen und Sicherheitseinweisungen und Trockenübungen mit dem Theraband, hörte man immer öfter sagen „wann können wir endlich schießen“. Nur noch den Augentest machen, mit dem man bestimmt, ob man einen Rechtshand- oder Linkshandbogen benötigt und dann konnte es los gehen. Die ersten Pfeile flogen, erst zögerlich und nach zwei, drei Durchgängen schon mit beachtlichen Ergebnissen. Der Eifer stieg, die Korrekturen in Haltung und im Ablauf wurden erstaunlich schnell umgesetzt und man konnte die Freude und Begeisterung am Bogenschießen richtig spüren. 

Leider mahnte die Uhr und nur ungern gaben die jungen Schützinnen und Schützen ihr Equipment zurück. Viele würden gerne wiederkommen und einige haben ernsthaftes Interesse bekundet, weiterzumachen.

Für uns Trainer der VSG Fischbachau war diese Begegnung eine echte Bereicherung. Obwohl von uns viel Geduld, Ruhe und Einfühlungsvermögen verlangt wurde, wollen wir diese Erfahrung keinesfalls missen. Wir denken, dass das für beide Parteien eine echte „Win-Win Situation“ war und danken allen Beteiligten für das uns geschenkte Vertrauen.

Sonntag, 5. Mai 2019

Gaujugendtag 2019


Da sind sie wieder zusammengekommen, die Jungschützen aus dem Gau Holzkirchen mit ihren Betreuern, und haben zugehört, wie der Gaujugendleiter Josef Kremmer am 29.4 in Fischbachau über das vergangene Jahr berichtet hat.

Dreimal haben die Schützen aus dem Gaukader gegen andere Schützen in der Vorrunde für die Bezirksjugendscheibe geschossen. Mit dem Gau Friedberg und dem Gau Werdenfels konnten die zwölf Schützen nicht mithalten, einen Sieg konnten sie jedoch gegen den Gau Traunstein einfahren, da dieser nicht angetreten ist. Das reichte allerdings nicht, um ins Finale einzuziehen.
Doch auch dieses Jahr versuchen es die motivierten Jugendlichen wieder. Im Mai noch wird in Holzolling gegen den Gau Altötting geschossen, im Juni auch als Heimmannschaft gegen Werdenfels und im Herbst in Werdenfels. Bei den diesjährigen Wettkämpfen gibt es auch eine Regeländerung, und zwar werden nicht mehr zwölf Jugendliche schießen, sondern 20, fünf statt drei in den Klassen Schüler, Jugend, Junioren I und Junioren II.

Ein weiteres Ereignis im Gaujugendjahr ist die Teilnahme am Oktoberfestschießen am ersten Wiesnsonntag im September. Es ist jedes Jahr wieder eine lustige und interessante Erfahrung, bei der auch gute Ergebnisse erzielt werden. Heuer fahren die Schützen am 22.9. nach München und nach dem Schießen, bei dem der Gau sogar die Einlage der Jugend übernimmt, lässt man den Tag noch gemütlich ausklingen, im Augustinerzelt, in dem Tische reserviert sind, oder im Schützenzelt, wo die Jungschützen sogar ein halbes Hendl umsonst bekommen. Natürlich kann man auch den Fahrgeschäften einen Besuch abstatten.

Das Gaujugendschießen am 10. und 11. November des letzen Jahres in Agatharied ist leider nicht so vonstattengegangen, wie sich das die Gaujugendleitung vorgestellt hat. Obwohl in einer einmaligen Angelegenheit sogar noch Schützen nachschießen durften, waren es nur 87 Einlagen, darunter auch Doppelstarter mit dem Gewehr und der Pistole, so wenige wie noch nie. Auch die Preise, die immer sehr viel wert sind und wirklich für jeden etwas beinhalten, konnten daran leider nichts ändern. Diese Entwicklung der Starterzahlen muss man jetzt in den kommenden Jahren weiter beobachten, bei weiteren Defiziten muss man entweder die Qualität der Preise entsprechend senken oder die Einlagen erhöhen. Das wäre aber sehr schade, da es für die Jugendlichen meistens nichts kostet, wenn der Verein die Einlage übernimmt und es gleichzeitig eine gute Gelegenheit ist, Gleichaltrige zu treffen und sich mit ihnen zu messen.
Deshalb hofft die Gaujugendleitung, dass das Gaujugendschießen dieses Jahr besser besucht wird: es findet am 26. und 27. Oktober in Fischbachau statt, die Schießzeiten sind am Samstag von 14 bis 17 Uhr, am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Die Preisverleihung findet am 17.11. auch im Schützenhaus in Fischbachau statt.

Da die VSG Fischbachau eine Kugel-, aber auch eine Bogensparte besitzt und Josef Kremmer der zweite Vorsitzende der VSG ist, soll auch bei der Gaujugend das Interesse am Bogensport geweckt werden. Die Zusammenarbeit soll in dem Zuge verstärkt, der Austausch zwischen den Jugendlichen gefördert werden.

Bei einem Tag der offenen Tür im Verein oder auch der Gemeinde ist es für die Schützen schwer, ihren Sport an Außenstehende zu vermitteln, da man nicht einfach einen Schießstand draußen aufbauen kann, auch mit prinzipiell ungefährlichen Lichtgewehren müssen strenge Vorgaben eingehalten werden, die nur mit großem Aufwand durchgeführt werden können. Daher kann man im Gau ab sofort Blasrohre mieten, die zwar nicht ganz das Schießen abbilden, aber trotzdem eine gute Möglichkeit sind, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Der Beginn, den Schießsport mehr in die Öffentlichkeit zu bringen, hat die Gaujugendleitung bereits bei der Versammlung des Kreisjugendringes gemacht. Dort haben sie mit einer kleinen Präsentation und Bildern das Luftgewehr- und Luftpistolenschießen vorgestellt und durchwegs positive Rückmeldungen erhalten. In dem Zuge wurde auch der Austausch mit anderen Jugendverbänden im Landkreis Miesbach gefördert und auch Zuschüsse für Jugendausflüge werden gerne vergeben.

Sehr gefragt ist wie immer ein Kleinkaliber Schnuppertraining in der Schießanlage in Miesbach. Die Jugendlichen bekommen dabei die Gelegenheit, mit größeren Kalibern zu schießen, zum Beispiel Kleinkaliber-Gewehr, Sportpistole oder auch Revolver, natürlich nur ab einem bestimmten Alter. Es macht immer sehr viel Spaß und hilft den Jugendlichen, die größeren Waffen in einer sicheren Umgebung kennenzulernen.

2016 fanden in der Gaujugendleitung zuletzt Wahlen statt, letztes Jahr wurden noch Kilian Fichtl und Babette Hecher als Kassenprüfer gewählt. Am Gaujugendtag trugen sie den Kassenbericht vor und entlasteten die Vorstandschaft. Josef Kremmer ist mit seinem Team und der Zusammenarbeit im Gau sehr zufrieden, da ihn auch die Jugendleiter aus den jeweiligen Vereinen gut unterstützen.

Zum Schluss wurden noch Bilder von den Kaltenberger Ritterspielen 2017 präsentiert, da die Gaujugend dort zuletzt einen Ausflug hin gemacht hat. Da der Tag damals so gut bei den Teilnehmern angekommen ist, wird der Gaujugendausflug dieses Jahr auch wieder nach Kaltenberg gehen. Am 28.7. wird ein Bus gemietet und wieder ein toller Tag bei den Ritterspielen verbracht.
Nach der Versammlung begaben sich alle Anwesenden in den Schießstand, um einen Schuss unter gleichen Bedingungen auf die Gaujugendscheibe abzugeben. Der mit dem besten Teiler darf die große Wanderscheibe für ein Jahr in seinem Vereinsheim aufbewahren, nachdem sie bei der Preisverteilung des Gaujugendschießens vergeben wird.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das vergangene Jahr ein gutes war mit vielen Höhepunkten, manche Sachen aber noch ausbaufähig sind.

Samstag, 20. April 2019

Gauschießen 2019


Das Gauschießen 2019 fand dieses Jahr in Valley statt, vom 9.3. bis zum 24.3. konnte man im Schützenheim der SG Graf-Arco Valley seine Schüsse abgeben. In der Einlage waren zehn Schuss auf der schwarzen Scheibe, der Meisterscheibe, enthalten, 30 auf der blauen, drei auf der roten, der Hauptscheibe, und einer auf der grünen, der Ehrenscheibe. 
Außer für die rote Scheibe, auf der das beste Blattl entschied, wer Gaukönig wurde, konnte man noch reichlich Schuss nachkaufen, um seine Erfolgschancen zu erhöhen. Der Schütze, der auf der schwarzen Scheibe am meisten Ring erzielte, gewann Geldpreise, auf der grünen gab es für den besten Teiler Sachpreise, wie zum Beispiel ein Luftgewehr und eine Luftpistole in der jeweiligen Wertung, Elektrogeräte, wie eine Bohrmaschine, oder auch Funktionskleidung, die man zum Schießen verwenden kann. Die Schuss auf der blauen Scheibe zählten in eine Gesamtwertung, man konnte maximal 300 Ringe erreichen und ordnete sich dann mit seinen Gleichaltrigen in der jeweiligen Klassenordung ein. Mit den Kameraden aus demselben Verein konnte man Mannschaften à mindestens drei in der Jugend bzw. fünf in der Allgemeinen Klasse bilden und so auch wieder mit den anderen Vereinen konkurrieren.
Die Preisverleihung fand dann am 6.4. im Bräu in Oberdarching statt, dort wurden auch die Meistbeteiligungspreise für die Vereine vergeben, die den größten Anteil an Schützen der 653 Teilnehmer stellten. Die VSG konnte sich dort zwar nicht ganz vorne mit einordnen, 28 Schützen reichten aber für den siebten Platz und stellen eine zufriedenstellende Bilanz dar. 
Erfreulich waren auch die zehn Starter in der Schüler-, Jugend- und Juniorenklasse, die wieder hervorragend abgeschnitten haben. Die sechs Starter mit dem Luftgewehr waren alle in den besten acht in ihren Klassen und sogar die Plätze eins und zweimal drei konnten von Fischbachauern belegt werden. Die Mannschaften wurden Erste und Dritte. Auch vier Starter mit der Luftpistole konnten sich behaupten, unter anderem die Plätze eins und zwei in der Einzelwertung verhalfen der Mannschaft zum ersten Platz.
Diese guten Ergebnisse sogar schon im jungen Alter lassen darauf hoffen, dass sich die VSG in der Zukunft im Gau und darüber hinaus weiter gut behaupten kann und dass die Schützen auch beim Gauschießen 2021, das in Fischbachau veranstaltet wird, ein gutes Bild abgeben. 

Hier sind noch die genauen Ergebnisse der Schützen zu sehen:

Luftgewehr:

Ehrenscheibe:                  8. Kremmer Josef          
                                        14. Mayr Hubert
                                        33. Mairhofer Martina

Hauptscheibe:                  6. Bichler Maria

Glücksscheibe:                4. Mayr Hubert

Gauwettbewerb:              Schützenklasse Herren:                               6. Kremmer Josef
                                        Schützenklasse Damen:                              10. Mairhofer Martina
                                         Herren Altersklasse:                                   8. Birner Ludwig
                                         Senioren 3 ohne Hilfsmittel:                      2. Hostalka Johann
                                                                                                            3. Gasteiger Anton
                                         Schüler:                                                      3. Geißler Annabel
                                         Jugend:                                                       6. Sonderhoff Antje
                                                                                                            7. Lausecker Martin
                                                                                                            8. Bichler Thomas
                                          Junioren:                                                   1. Gruber Maria
                                                                                                            4. Bichler Maria

Mannschaften:                  Junioren: 3. Platz
                                          Jugend: 1. Platz
                                          Allgemeine Klasse: 8. und 21. Platz


Luftpistole:

Ehrenscheibe:                  5. Gruber Maria
                                        10. Lausecker Florian
                                        22. Birner Ludwig

Gauwettbewerb:              Herren Altersklasse:                                    7. Birner Ludwig
                                                                                                             8. Mayr Hubert
                                         Jugend:                                                       1. Bichler Thomas
                                         Junioren:                                                     2. Gruber Maria

Mannschaften:                 Junioren: 1. Platz
                                         Allgemeine Klasse: 14. Platz

Dienstag, 9. April 2019

Eine Probestunde mit der Luftpistole


Erik Sonderhoff hat sich dazu bereit erklärt, Interessierten das 1 x 1 an der Luftpistole beizubringen. Was anfangs so lässig und einfach aussieht, wird im Laufe der Zeit dann doch ganz schön anstrengend. Aber das verrät er natürlich nicht. Mit ruhiger Stimme erklärt er zuerst einmal die Handhabung der Pistole, wie man sie lädt, wie man sie spannt, wie man sie nach dem Schuss ablegt, wieder lädt und wie man dabei zu stehen hat. Dann bekommt man eine Dose mit Munition augehändigt, aus der man dann 5 Stück in den Deckel legt. Es werden nämlich immer nur 5 Schuss hintereinander abgegeben. Das Ziel ist 8 Scheiben zu treffen, wobei die Probeschüsse nicht zählen. Soviel zur Theorie. 

Zuerst wird ein paar Mal der Ablauf geübt. Wobei ein guter Stand das A und O der Treffsicherheit ist. Deswegen schaut man erstmal auf eine optimale Beinstellung: Breitbeinig, Schulter unten lassen, linke Hand in die Hosentasche (bei Linkshändern andersherum) und die Pistole festhalten und das Handgelenk arretieren. Dann beide Augen offen oder das schwächere Auge geschlossen halten, eine Linie mit Kimme und Korn finden, zusätzlich den Lauf so halten, dass der Ansatzpunkt unterhalb des schwarzen Ringes ist und dann ruhig abziehen und treffen. Das alles erstmal ohne Munition. 

Nach ein  paar Trockenübungen wird es ernst. Die erste Scheibe wird aufgestellt, durch Knopfdruck an ihre Position gefahren und die bereitgelegte Pistole geladen. Dazu öffnet man den Verschluss, legt die erste „Diabolo 4,5 mm Munition“ ein, schließt den Verschluss und geht zurück in die Ausgangsstellung. Auf einmal schlägt einem das Herz bis zum Hals, was nicht gerade für eine ruhige Hand sorgt. Ruhig atmen meint Erik, dann klappt das schon. Und tatsächlich - es hat geklappt. Keine Ahnung wohin der Schuss ging, es hat sich jedenfalls toll angefühlt. Zurück zur Ausgangsstellung und jetzt vier Mal hintereinander den gleichen Ablauf reproduzieren. Nun kommt das nächste Herzklopfen, wenn der Seilzug die Scheibe immer näher bringt und man im Gegenlicht schon die Einschüsse erkennen kann. Gott sei Dank waren fünf Löcher zu sehen und natürlich war auch eines in der Mitte. Das ist das Anfängerglück, man kennt das vom ersten Kegeln oder Minigolf.

Die nächste Scheibe: Gleicher Ablauf, allerdings ist das Herzklopfen nicht mehr so stark und die Bewegungen nicht mehr so hölzern. Die Spannung bleibt beim Heranziehen der Scheibe und je nach Verteilung der Löcher wächst der Stolz. Und so ging es dann weiter, bis der Arm zittriger wurde und die Ergebnisse schlechter. 

Während der Pause zeigt Erik am 10 m Elektrostand, warum er Pokalmeister wurde. Routiniert und konzentriert waren seine Bewegungen und eine 10 war dann das Ergebnis. Aber er ist ja schon seit vier Jahren dabei. Ein Trost!

Wer also Lust auf das Experiment an der Pistole hat und über 12 Jahre alt ist, der kommt ab Dienstag, dem 30. April von 19:00 bis 20:00 Uhr einfach mal vorbei.